Auf den Kanaren segeln ist ganzjährig unter erstklassigen Bedingungen möglich. Das Segelgebiet vor der Nordwestküste Afrikas hat einiges zu bieten und ist ein Geheimtipp unter Seglern. Hier findest du atemberaubende natürliche Vielfalt auf 8 Inseln verteilt. Denn jede dieser Inseln hat ihren eigenen Charakter und bietet Abwechslung pur. Dieses Ganjahresrevier punktet auch im Winter mit milden Temperaturen über 20 Grad, konstanten Passatwinden und idealen Segelbedingungen.

Hier wo der tiefblaue Atlantik an den Küsten zu kristallklarem türkisen Wasser wird, hast du neben der Möglichkeit eines Charterurlaubs auf einer Segelyacht von Lava Charter auch die optimalen Voraussetzungen Deine Segellizenz in unserem RYA-Trainingscenter zu absolvieren. Schließlich ist der Atlantik rund um Lanzarote die logische Entwicklung eines jeden Seglers nach anderen europäischen Segelgebieten. Lanzarote bietet die entspanntesten Segelbedingungen im Vergleich zu den restlichen Inseln. Wer es dennoch wissen will, kommt bei Schlägen raus auf den offenen Ozean ebenso auf seine Kosten. Du möchtest mehr über die Kanaren erfahren? Dann haben wir Dir hier einige hilfreiche Informationen über das Segeln in den Kanaren zusammengestellt. 

Lage

Die Inselgruppe der Kanaren ist vulkanischen Ursprungs und liegt vor der Nordwestküste Afrikas. Obwohl die Inselgruppe Teil des afrikanischen Kontinents ist, gehört sie zum spanischen Hoheitsgebiet. Der Archipel erstreckt sich über ca. 600 Kilometer von Nordost nach Südwest und setzt sich aus 8 Hauptinseln Teneriffa, Fuerteventura, Gran Canaria, Lanzarote, La Palma, La Gomera, El Hierro, und La Graciosa zusammen. Die Währung auf den Kanaren ist Euro und es wird Spanisch gesprochen. Von Zentraleuropa sind die Inseln in ca. 4 Stunden Flugzeit zu erreichen. 

Segelrouten, Segeln und Chartern Kanaren
Sailing Canary Islands Routes

Klima

Durch die Nähe zu Afrika und die südliche Lage, ist das Klima ganzjährig mild und warm. Im Winter bleiben die Temperaturen über 20 Grad (nachts 12-15 Grad) und im Sommer steigen die Temperaturen normalerweise nicht über 28 Grad (nachts 18-20 Grad). Kein Wunder, dass man bei diesen Temperaturen vom „Ewigen Frühling“ spricht. Wer also dem Winter entfliehen möchte, um die Segelsaison zu verlängern oder schon eher zu beginnen, ist hier bestens aufgehoben. Obwohl man beim Kanaren-Segeln meistens ohne auskommt, empfehlen wir in den Wintermonaten, besonders für die Abendstunden oder Nachtsegeln, Ölzeug mitzunehmen. Unser Basemanager Jan sagt immer gerne: „Der Winter auf den Kanaren ist wie der Sommer auf der Ostsee.“ Wie bei allem im Leben gibt es auch hier Ausnahmen und es ist wichtig diese zu kennen.

Das Bild zeigt eine Segelyacht der Flotte Lava Charter Segelyacht vor La Graciosa / Kanaren
Segeln vor La Graciosa unter Traumbedingungen

Auf den Kanaren gibt es ein wiederkehrendes Wetterphänomen namens „Kalima“. Wenn der überwiegend aus Nordost wehende Wind sich dreht und mehr aus Osten weht, gelangt sandige, schwüle und heiße Saharaluft zu den Kanaren. Die Temperaturen steigen und die Sicht ist getrübt durch den Sand in der Luft. Dieses Phänomen klingt normalerweise nach 3-4 Tagen wieder ab. Insgesamt kommt es ca. 3-5 mal im Jahr zu dieser Wetterlage. Das Azorenhoch hemmt im Normalfall die Kalima-Ereignisse. Nur, wenn es weiter nach Südosten wandert, kann es gemeinsam mit einem stationären Tief über der Sahara den Ostwind unterstützen und die warme, sandgefüllte Luft nach Westen transportieren. Neben dem Wetterphänomen Kalima kann vereinzelt starker Regen auftreten sowie SW-Windlage mit Sturm, wenn sich ein Zyklon / Tropensturm verirrt. 

Das Bild zeigt Kalima in der Luft
Kalima in der Luft

Zusammenfassend lässt sich aber sagen, dass auf den Kanaren fast immer optimale Segelbedingungen herrschen, wobei der Sommer sich eher zum Starkwindsegeln und der Winter sich gut zum Cruisen eignet.

Mikroklimazonen und Vegetation

Von Wüstengebieten auf Fuerteventura bis hin zum schneebedeckten Teide auf Teneriffa, beim Kanaren-Segeln findest du fast alle Klimazonen. Warum ist das so? Aufgrund der Lage der Inseln und der unterschiedlichen Höhen der Inseln entstehen sogenannte Mikroklimazonen. Jede Insel hat eine eigene Vegetation und ein eigenes Klima:

Das Bild zeigt die Strände von Fuerteventura
Wunderschöne Strände und Sanddünen von Fuerteventura

Auch wenn es überwiegend mild und warm ist, so regnet es zum Beispiel auf Lanzarote nur an ca. 50 Tagen im Jahr. Dies liegt an der Höhe der Insel: Dadurch, dass auf Lanzarote die höchste Stelle 671 Meter beträgt, stauen sich hier keine Wolken und regnen ab. Diese Begebenheit beeinflusst natürlich die Flora und Fauna der Insel. So finden sich hauptsächlich Wolfsmilchgewächse (Euphorbiaceae), Sukkulente (Euphorbia), Trockenpflanzen (Xerophyten) und Salzpflanzen (Halophyten), die Wasser speichern und gegen Trockenheit resistent und salztolerant sind. 

Das Bild zeigt die Pflanzenwelt an der Küste von Lanzarote
Pflanzenwelt an der Küste von Lanzarote

Das Gegenbeispiel stellt El Hierro mit dem sogenannten Nebelwald dar: Für das Klima und die Pflanzenwelt auf El Hierro erfüllt der immergrüne Lorbeerwald eine wesentliche Funktion. Denn an seinen Blättern kann das Wasser der Passatwolken kondensieren, tropft von diesen ab und bewässert auf diese Weise den fruchtbaren Boden. Folglich gibt es hier allerlei Farne, Moose und Efeu. Eine Dschungelähnliche Landschaft nur wenige Hundertkilometer von der kargen Vulkanlandschaft Lanzarotes entfernt. Was für eine atemberaubende Vielfalt! 

Das Bild zeigt den Nebelwald von El Hierro
Nebelwald El Hierro

Winde

Wer auf den Kanaren segelt findet hier sehr interessante Windverhältnisse. Die Kanaren liegen in der beginnenden Passatwindzone, was bedeutet das vorwiegend nordöstliche Winde herrschen. Diese Winde streichen am Archipel der Kanaren vorbei, was dazu führt das an gewissen Kaps Beschleunigungen entstehen. Die Beschleunigungszonen werden auch Acceleration Zones genannt. Sie entstehen vorwiegend durch den Kap- und Düseneffekt zwischen den Inseln. Andererseits entstehen im Windschatten der Inseln sogenannte Leichtwindzonen. Resultierend bedeutet das, dass man sich als Chartergast oder Segeltrainer beim Kanaren-Segeln quasi die Windverhältnisse heraussuchen. Man kann ganz bewusst im Leichtwind, Starkwind oder im überregional wirksamen stabilen Passatwindverhältnissen segeln.

Auf diesem Bild siehst Du eine Lava Charter Yacht beim Segeln auf dem Rio zwischen La Graciosa und Lanzarote unter Traumbedingungen
Segeln auf dem Rio zwischen La Graciosa und Lanzarote unter Traumbedingungen

Für Segler bedeutet diese Variabilität eine große Chance in unterschiedlichsten Windverhältnissen zu trainieren. Wer vorbereitet und wissend segelt der kann mit den Herausforderungen gut umgehen. Doch für Einsteiger kann der Wechsel von Leichtwindzonen zu Beschleunigungszonen erstmal sehr überraschend sein. Denn innerhalb weniger Hundertmeter kann der Wind um ein Vielfaches ansteigen, was deutlich auf der Wasseroberfläche durch weiße Schaumkronen auf den Wellen sichtbar ist. Wir empfehlen deshalb für Einsteiger und Segler, die ihre ersten Versuche auf dem Atlantik machen, Lanzarote als Destination zu wählen. Hier sind die Beschleunigungszonen nur gering ausgeprägt und man kann unter einfacheren Bedingungen starten. Insgesamt lässt sich sagen, dass der Wind im Sommer stärker (20-35 Knoten mit Böen) und im Winter schwächer (10-25 Knoten mit Böen) ist.

Wellen

Auf den Kanaren gibt es relativ hohe Wellen von 1-3 Metern, durch die lange Dünung sind diese aber unkompliziert und werden von Seglern als angenehm bezeichnet. Insgesamt lässt sich sagen, dass die Wellen an den Nordostküsten stärker exponiert sind als an den Südwestküsten, dies liegt natürlich auch an den vorherrschenden Windverhältnissen. Zudem gibt es zwischen den Inseln den sogenannten Düseneffekt und eine lange Windwirklänge. Hier ist mit größeren Wellen zu rechnen, mit denen man umzugehen wissen muss. Manchmal kann es hier auch „schwappig“ werden. Gleichzeitig kann man aber bei jeder Insel in Küstennähe Bereiche finden, wo die Wellenhöhe sehr moderat ist. Ebenso wie beim Wind kann man sich hier bewusst Bereiche, natürlich immer in Abhängigkeit zur allgemeinen Wetterlage, heraussuchen. Clemens (Gründer von MCO Sailing / RYA-Ausbilder) sagt begeistert: „Die Verhältnisse auf den Kanaren sind gleichzeitig Chance und Herausforderung, besonders für Atlantiktraining ist das Segeln auf den Kanaren optimal!“

Atlantiktraining auf den Kanaren

Die abwechslungsreichen und vielfältigen Bedingungen eignen sich optimal um ein umfassendes Atlantiktraining zu absolvieren. Starkwindsegeln in mildem Klima und bei wenig Regentagen geht kaum woanders so einfach wie auf den Kanaren. Die Infrastruktur, Häfen und Küstenlinie haben eine große Variabilität, wodurch es viel zu trainieren gibt. Jedoch sind die Verhältnisse durch das Klima und die geographischen Gegebenheiten so, dass das Segelrevier einen nicht überwältigt.

Das Segelrevier Kanaren bietet also die Herausforderungen, die man im Laufe eines Trainings absolvieren muss und ist darüber hinaus übersichtlich und angenehm. Hinzu kommt, dass es durch die ARC und diverse andere Rallyes ein tolles Netzwerk an Profiseglern und gut sortierte Segelshops wie zum Beispiel Lava Chandlers gibt. Dass es sich bei den Kanaren um ein Ganzjahresrevier handelt, ist ein weiterer Bonus, der den Lernprozess ohne Unterbrechungen beschleunigt. Lava Charter und MCO Sailing haben in Kooperation ein RYA-Trainingscenter auf Lanzarote in der Marina Arrecife eröffnet. Hier kannst Du von Anfänger- bis zum Profilevel trainieren und eine professionelle Segelausbildung absolvieren.

“Kanaren-Segeln ist ein Traum!”

Auf diesem Bild siehst Du eine Crew beim RYA-Training auf Lava Charter Segelyacht
RYA-Training auf Lava Charter Segelyacht

Warum RYA-Segellizenzen?

Die RYA (Royal Yachting Association) hat international einen ausgezeichneten Ruf. Die Segellizenzen der RYA sind weltweit anerkannt und stehen für Qualität, Professionalität und intensive Praxisorientierung. Während der Ausbildung gibt es zwar auch Theorieunterricht, welcher sich aber mit den essentiellen und praxisnahen Themen beschäftigt, die man als Skipper und Profisegler später dann auch wirklich benötigt. Ein weiterer Pluspunkt ist, dass die englische Segelsprache weltweit verstanden wird. Diese lernt man während der Segelausbildung und man ist somit befähigt international professionell zu kommunizieren. 

Welche Lizenzen kann man auf Lanzarote absolvieren?

Auf den Kanaren kann man von der Basis bis zum Yachtmaster Offshore alle Levels absolvieren. 

  • Competent Crew (Grundausbildung Basiswissen)
  • Dayskipper (Segelyacht ausleihen am Tag und in bekanntem Gewässer)
  • Coastal Skipper (Kurs und Prüfung für fundiertes Segeln in küstennahen Gewässern)
  • Yachtmaster Coastal (Unter allen Bedingungen bei Tag und Nacht eine Yacht bis 24 Meter sicher steuern)
  • Yachtmaster Offshore (Weniger Fehlertolleranz und Profilizenz für internationale Segelbranche)
  • Yachtmaster Ocean (Nachweis der Astronavigationsfähigkeiten, weltweites Segeln)

Mehr zum Thema RYA-Segellizenzen findest du bei MCO Sailing. Beim Kanaren-Segeln wirst Du garantiert zum Profi-Segler!

Warum Monohull statt Katamaran?

Grundsätzlich gibt es viele Argumente für und gegen Katamarane. Auf den Kanaren muss man jedoch sagen, dass das Anwindsegeln an der Tagesordnung steht und dies wesentlich schwerer mit dem Katamaran als mit einem Monohull ist. Auch die Marinas sind eher für Monohulls als für Katamarane ausgelegt. Wegen der Flexibilität von Monohulls empfehlen wir auf den Kanaren eine solche Yacht zu chartern. Hier findest Du unsere gesamte Flotte auf Lanzarote.

8 Inseln im Überblick

Gerne möchten wir Dir die Vielfalt der Inseln näherbringen und wichtige Tipps zu den Themen Häfen, Ankerplätze und Tagesausflüge für deinen Segeltörn auf den Kanaren geben. Wir stellen Dir die Inseln von Nordost nach Südwest vor. Beim Kanaren segeln kannst du wunderbare Orte entdecken.

La Graciosa

La Graciosa ist eine kleine Insel im Norden von Lanzarote und ist auch die nördlichste Insel der Kanaren. Dieses einzigartige Naturschutzgebiet bietet einen wunderbaren Ankerplatz namens „Playa Francesa“. Hier kannst Du auf sandigem Untergrund und gut geschützt ankern. Aufgrund der geringen Lichtverschmutzung warten Sternenklare Nächte an diesem magischen und entlegenen Ort auf Dich. Ebenso viel hat die hiesige Unterwasserwelt zu bieten und ein Schnorchel- oder Tauchgang lohnt sich alle Male. Der kleine Hafen namens „Caleta del Sebo“ bietet Plätze für Yachten bis 12 Meter. Aktuell wird der Hafen erweitert und es kann zu Knappheit von Liegeplätzen kommen. Wir aktualisieren diese Informationen für Dich.

La Graciosa Marina
La Graciosa Island Marina

Häfen: 

Caleta del Sebo: Geografische Lage: Süden, Koordinaten: 29° 14′ N, 13° 30′ W, Telefon:  +34 828 181 145

Ankerplätze:

Playa Francesa: Ein wundervoller Ankerplatz mit sandigem Untergrund. Man benötigt eine Ankererlaubnis.

Besondere Orte: Playa de las Conchas

Lanzarote

Lanzarote ist wohl die Insel mit den besten Segelverhältnissen auf den Kanaren. Dies liegt an verschiedenen Faktoren: Geringe Beschleunigungszonen, sichere Ankerplätze mit sandigem Untergrund, wenig Schiffverkehr sowie ausgezeichnete Marinas mit tollem Service und guter Infrastruktur. Beim Kanaren segeln denken viel an hohe Wellen und starke Winde, der Winter auf Lanzarote sieht aber ganz anders aus. Die Winde nehmen im Winter ab und besonders im Süden der Insel kommt oft Mittelmeerfeeling auf. Einer der beliebtesten Ankerplätze ist Playa Papagayo, wo man gut geschützt vor wundervollen türkisblauen Badebuchten liegt. Schnorcheln, Badespaß und SUP gehören hier zur Tagesordnung.

Wer einen Landausflug machen möchte, dem empfehlen wir einen Besuch im Timanfaya Park. In diesem Naturschutzgebiet ist man der Evolution hautnah: Gigantische Fels- und Lavaformationen in einer einzigartigen Vulkankulisse geben einem das Gefühl auf einem anderen Planeten zu sein. Insgesamt ist kaum Massentourismus auf Lanzarote und es wird von der Regierung sehr viel Wert darauf gelegt die ursprüngliche Kultur und Architektur beizubehalten. Das Ergebnis ist ruhiger ursprünglicher Tourismus. Ein großer Vorteil von Lanzarote ist, dass die Insel in einer Woche entspannt umsegelt werden kann und dabei sogar noch die anliegenden Inseln La Graciosa und Los Lobos besucht werden können. Mehr zur Insel Lanzarote findest du in unserem großen Lanzarote-Blog.  

Jimmy Cornell übers Kanaren-Segeln: “Es gibt kaum einen Ort, wo man so einfach, so easy segeln kann wie auf den Kanaren.”

Montaña Roja im Timanfaya Park

Häfen:

Marina Lanzarote: Koordinaten: 28°57’N/13°29’W, Telefonnummer: 0034 648 524 649

Marina Rubicón: Koordinaten: 28°51’N / 13°49’W, Telefonnummer: 0034 928 519 012

Puerto Calero: Koordinaten: 28°54’N/13°42’W Telefonnummer: 0034 928 510 850

(Marinas werden verlinkt)

Ankerplätze:

Playa Francesa: Ein wundervoller Ankerplatz mit sandigem Untergrund. Man benötigt eine Ankererlaubnis.

Playa Papagayo: Im Süden von Lanzarote mit etlichen Badebuchten und viel Tourismus. Überwiegend sandiger Untergrund mit vereinzelten Felsen. Wir empfehlen mit Schnorchelausrüstung den Anker zu überprüfen.

Los Lobos: Ankerplatz vor dem kleinen Naturschutzgebiet Los Lobos. Überwiegend sandiger Untergrund, vereinzelte Felsen. Man benötigt eine Ankererlaubnis

Playa Blanca: Bojenfeld vor der Marina Rubicón.

Besondere Orte:

Timanfaya Park

Playa Famara

Jameos del Agua

Fuerteventura

Nur 9 Seemeilen von Lanzarote entfernt gibt es die Möglichkeit im Hafen von Corralejo auf Fuerteventura anzulegen. Hier findest du viele Freizeitmöglichkeiten, allerdings ist zu sagen, dass es hier sehr touristisch und der Service in der Marina eher dürftig ist. Nur wenige Kilometer von Corralejo entfernt findet man die große Wanderdüne, die ein echtes Highlight für Surfer und Kiter ist. Fuerteventura glänzt durch zahlreiche wunderschöne Strände. Es gibt nur einen Ankerplatz östlich von Gran Tarajal und die Häfen eignen sich eher als Zwischenstopp und nicht zum längeren verweilen. Dies liegt an der eher dürftigen Infrastruktur und dem geringen Service in den Marinas. Wer aber auf der Durchfahrt ist, der findet in Corralejo oder Gran Tarajal einen mittelmäßigen Anlegeplatz und dafür aber tolle Landausflugsmöglichkeiten, besonders für Strandliebhaber. Aktuell gibt es Ausbaupläne für die Häfen Corralejo und Puerto del Rosario, die die Infrastruktur und Liegeplätze attraktiver machen sollen. Wir sind gespannt!

Fuerteventura

Häfen:

Corralejo: Koordinaten: 28°44’N/13°52’W

Telefonnummer: 0034 928 866 524

Puerto del Rosario: Koordinaten: 28°29’N/13°51’W

Telefonnummer: 0034 928 850 199

Puerto del Fuste: Koordinaten: 28°29’N/13°51’W

Telefonnummer: 0034 928 547 518

Morro Jable: Koordinaten: 28°03’N/14°21’W

Telefonnummer: 0034 928 540 374

Gran Tarajal: Koordinaten: 28°12’N/14°1’W

Hafen Telefonnummer: 0034 928 162 151

Ankerplätze:

Östlich der Marina Morro Jable findet sich ein wundervoller Sandstrand mit Bojen und der Möglichkeit zu ankern. Der Ankerplatz ist Ankerplatz relativ gut geschützt und mit dem Dinghy ist man schnell an der Küste und kann Restaurants besuchen und Einkäufe erledigen. 

Besondere Orte:

Nationalpark Corralejo

Playa de Cofete

Playa de Sotavento de Jandía

Gran Canaria

Gran Canaria ist eine Insel mit zwei Gesichtern: Der kühle und feuchte Norden mit üppiger Vegetation und der warme trockene Süden mit Felsformationen. Dementsprechend werden hier die auf den Kanaren herrschenden Mikroklimazonen besonders sichtbar. Ein wirklich tolles Highlight und der Traum für fast jeden Segler ist die jährliche Atlantik Regatta (ARC – Atlantic Rally for Cruisers), die immer im November von Las Palmas aus startet. Aus der ganzen Welt reisen versierte und ambitioniert Segler an, um den Atlantik zu überqueren. Demzufolge kannst du sehr gut Dein Segelnetzwerk erweitern und tolle Gespräche führen. Kanaren-Segeln dient also nicht nur den eigenen Skills, sondern auch dem Ausbau Deines Netzwerks und vor allem das Kennenlernen neuer gleichgesinnter Segelfreunde.

Häfen:

Muelle Deportivo de Las Palmas de Gran Canaria: Koordinaten: 28° 08’N, 15° 25′ W Anlegestellen: 1.134 Telefon: 0034 928 244 101 

Puerto de Las Nieves: Geografische Lage: Norden Koordinaten: 28° 6′ 9″ N, 15° 42′ 36″ W Telefon: 928 554 227 

Muelle de Taliarte (Arinaga): Geografische Lage: Osten Koordinaten: 27° 53? 00? N, 15° 26′ 00″ W Telefon:  0034928 219 300 

Club de Yates Pasito Blanco: Geografische Lage: Süden Koordinaten: 27° 45 ‚N, 15° 37‘ W Anlegestellen: 387 Telefon: 0034 928 142 194 

Marina Anfi del Mar: Geografische Lage: Süden Anlegestellen: 72 Telefon: 0034 928 150 798 

Ankerplätze:

Ankerplatz vor der Marina Anfi del Mar

Besondere Orte:

Naturschutzgebiet Dünen von Maspalomas

Roque Nublo

Santa Ana

Teneriffa

Auf dieser Insel findet man den größten Vulkan der Kanaren, den Teide. Mit seinen 3.715 Metern ist er nicht nur der höchste Berg Spaniens, sondern auch der drittgrößte Vulkan der Welt. Ein Landausflug lohnt sich unbedingt, um diese gigantische vulkanische Formation zu erkunden. Anders als bei den anderen Inseln ist der Norden eher als „ruhiges kalkulierbares Gewässer“ bezeichnet und eignet sich sehr gut zum Cruisen. Im Süden herrscht eine vergleichsweise raue See und besonders die Accelaration Zone im südöstlichen Teil zwischen Teneriffa und Gran Canaria sollte nur von erfahrenen Seglern gewählt werden. Die Marina San Miguel im Norden der Insel bietet einen gut geschützten Anlegeplatz sowie eine umfangreiche Infrastruktur mit Freizeitangeboten, Restaurants und guten sanitären Anlagen.

Häfen:

Puerto de Garachico: Telefonnummer: 0034 922 830 791,

Geographische Koordinaten: 28°22’N/16°45’W

Marina Santa Cruz de Tenerife: Telefonnummer: 0034 922 591 247, Geographische Koordinaten: 28°29’N/16°12’W

Puerto Deportivo Radazul: Telefonnummer: 0034 922 680 933,

Geographische Koordinaten: 28°24’N/16°19’W

Puerto Deportivo La Galera – Candelaria: Telefonnummer: 0034 922 500 915

Club Nautico Puertito de Guimar: Telefonnummer: 0034 922 528 900,

Koordinaten: 28°17’N/16°22’W

Marina San Miguel: Telefonnummer: 0034 610 777 280, Geographische Koordinaten: 28°1’N/16°36’W

Marina del Sur – Las Galletas: Telefonnummer: 0034 922 783 620, Geographische Koordinaten: 28°00’N/16°39’W

Puerto de los Cristianos: Telefonnummer: 0034 922 790 827,

Puerto Deportivo Colon – Adeje: Telefonnummer: 0034 922 714 211, Koordinaten: 28°04’N/16°44’W

Los Gigantes Marina – Santiago del Teide: Telefonnummer: 0034 922 868 002

Ankerplätze:

Los Christianos

Besondere Orte:

Nationalpark El Teide

Playa de las Teresitas

Siam Park

La Gomera

Segler sind von der kleinen Insel La Gomera begeistert. Das Wasser ist kristallklar und es gibt unzählige kleine unbesuchte Buchten, die zum Verweilen einladen. In den touristisch erschlossenen Orten Valle Gran Rey, Playa Santiago und in der Hauptstadt San Sebastian befinden sich etwas größere und relativ gut ausgebaute Hafenanlagen, in denen man vor Anker gehen kann. Im Osten der Insel liegt der Hafen San Sebastian mit über 335 Liegeplätzen. Weiterhin gibt eine relative gute Infrastruktur mit Sanitäranlagen. Etwas außerhalb der Hafenanlagen gibt es die Möglichkeit ungestört und jenseits von Tourismus zu ankern. Allerdings muss man hier die Windverhältnisse gut im Blick haben, da es sehr unruhig werden kann. In der Meerenge zwischen Teneriffa und la Gomera kommt es ebenfalls zu Kap- und Düseneffekten und die Windbeschleunigung wird oft unterschätzt. Es gilt immer gut vorbereitet zu sein, damit man keine negative Überraschung erlebt.

Kanaren-Segeln bedeutet auch fernab von Massentourismus eine wundervolle Natur zu genießen!

Häfen:

Marina La Gomera – San Sebastian: Telefonnummer: 0034 922 141 769, Koordinaten: 28°05’N/17°06’W

Puerto de Playa Santiago: Telefonnummer: 0034 922 895 275, Koordinaten: 28°01’N/17°21’W

Valle Gran Rey: Koordinaten: 28°5’N/17°21’W, Telefonnummer: 0034 922 805 476

Ankerplätze:

Argaga 

La Cantera 

La Rajita

Besondere Orte:

Garajonay Nationalpark

Valle Gran Rey

Bosque del Cedro

La Palma

Die „Isla Bonita“ bietet eine wundervolle Vegetation und atemberaubende Vulkanlandschaften. Eine Wanderung durch die Caldera de Taburiente sollte man auf keinen Fall auslassen. Es gibt unzählige Wanderwege und bei einer Wanderung durch den üppigen kanarischen Kiefernwald werden alle Sinne angesprochen: Die Bäume verströmen ihre ätherischen Düfte, Vögel zwitschern und singen, Bienen summen herum, ein Traum! Auf La Palma sind Liegeplätze in der Marina von Santa Cruz und im Hafen von Puerto Tazacorte verfügbar. In Puerto de Tazacorte sind die Bauarbeiten inzwischen soweit eingestellt, dass ein erbauliches Liegen möglich ist. Der Sportboothafen bietet alles, was das Seglerherz begehrt, einschließlich einer adäquaten Werft. In der Marina der Hauptstadt kann der Schwell manchmal sehr stark sein, zudem gibt es den -manchmal auch nächtlichen – Verkehr der Fähren und großen Frachtschiffe.

Häfen:

Marina La Palma: Koordinaten: 28°40’N/17°46’W, Telefonnummer: 0034 922 410 289,

Puerto de Tazakorte: Telefonnummer: 0034 922 480 386, Koordinaten: 28°40’N/17°57’W 

Ankerplätze:

Bojenfeld vor dem Hafen Puerto Tazakorte

Besondere Orte: 

Santa Cruz de La Palma

Die letzten Drachenbäume der Kanaren bei Las Tricias
Caldera de Taburiente

El Hierro

El Hierro ist die westlichste Kanarische Insel. Sie besitzt besonders im Norden eine sehr grüne Vegetation. Der sogenannte im Norden liegende Nebelwald sorgt dafür, dass das Wasser aus den Nordostpassatwolken kondensiert und auf die Erde tropft. Dadurch finden sich zahlreiche Bodengewächse, Farne und Efeu. Die märchenhafte Kulisse erinnert an Elfenwälder und hat eine besonders magische Aura. Die Küsten sind größtenteils steil und unzugänglich. Malpaso ist der größte Berg der Insel mit 1501m. Um El Hierro zu erkunden, ist ein Mietauto zu empfehlen, da der öffentliche Verkehr unzuverlässig ist. Mietautos können günstig am Flughafen im Norden gemietet werden. Ankern ist rund um El Hierro nicht möglich. Auf der Insel gibt es zwei Häfen: Den Fähr- und Yachthafen Puerto de La Estaca im Nordosten sowie einen Fischerhafen in La Restinga am südlichsten Punkt der Insel. 

Häfen:

Puerto de la Estaca: Telefonnummer: 0034 922 550 903 Koordinaten: 27°47’N/17°54’W

La Restinga: Telefonnummer: 0034 922 557 081, Koordinaten: 27°37’N/17°59’W

Ankerplätze: Ankern nicht möglich


Besondere Orte: 

Nebelwald

Wir hoffen wir konnten Dir einen guten Überblick über die Kanaren und das Segeln auf den Kanaren verschaffen. Wenn Du Fragen oder Verbesserungsvorschläge hast, freuen wir uns über eine Mail an booking@lavacharter.com. Danke fürs Lesen und Handbreit beim Kanaren-Segeln!

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